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Versandkosten zu Produktpreis hinzufügen

Wenn Sie ein Versandprodukt über Digistore24 verkaufen, können Sie etwaige Versandkosten länderspezifisch zum Produktpreis hinzufügen, anstatt diese in den Produktpreis zu integrieren.

Das hat folgende Vorteile:

  • Mehr Transparenz, aus welchen Komponenten sich der Produktpreis zusammensetzt
  • Länderspezifische Versandkosten (für jedes Land eine eigene Versandkostenregelung möglich)
  • Die Versandkosten werden vollständig dem Vendor zugeschrieben (keine Beteiligung des Affiliates oder Joint-Venture-Partners)
  • Weniger Risiko und Planungssicherheit führen zu mehr Gewinn.

Wie wird die Versandkostenregelung angezeigt?

Wenn ein Kunde eine Anschrift eines Landes angibt, für welches Sie eine Versandkostenregelung erstellt haben, auf Ihr Bestellformular klickt, werden ihm die Versandkosten zusätzlich zum Produktpreis und der Mehrwertsteuer angezeigt.

Versandkosten müssen steuerlich genauso behandelt werden, wie das Produkt, das versendet wird.

In Deutschland liegt die Mehrwertsteuer bei 19%.

Ausnahmen zur Umsatzsteuer

So werden zum Beispiel Bücher, Zeitschriften, Hörbücher (nur auf physischen Datenträgern!) und Nahrungsergänzungsmittel stattdessen mit 7% besteuert.

Bei gemischten Bestellungen müssen Versandkosten entsprechend der verschiedenen Steuersätzen versteuert werden.

Mehr Informationen zur Mehrwertsteuer finden Sie in diesem Artikel.

Werden die Versandkosten brutto oder netto angezeigt?

Sie können in den Zahlungsplänen Ihres Produktes einstellen, ob alle Preise auf dem Bestellformular Brutto (incl. MwSt.) oder Netto (MwSt. wird ggf. hinzugefügt) angezeigt werden sollen. Beachten Sie, dass dies auch die angezeigten Versandkosten betrifft.

Ein Beispiel:

Sie verkaufen ein Versandprodukt und haben bei dem Zahlungsplan Ihres Produktes festgelegt, dass Ihr Produkt 10 € kostet und als Nettopreis angezeigt wird.

Ihr Kunde greift auf Ihr Bestellformular zu und gibt eine deutsche Anschrift an.

Sie haben bei Ihrer Versandkostenregelung für deutsche Kunden festgelegt, dass 5 € Versandkosten berechnet werden.

Dem Kunden wird nun folgendes auf dem Bestellformular angezeigt:

Preis (EUR): 10 €

10 € Produktpreis (Netto)

Porto & Verpackung1: 5 €

5 € Versandkosten (Netto)

MwSt (19%)2: 2,85 €

Die deutsche Mehrwertsteuer beträgt 19%.

Die MwSt. des Produktpreises und der Versandkosten werden zusammengerechnet.

Summe: 17,85 €

​Produktpreis + Versandkosten + deutsche MwSt.

Versandkostenregelung erstellen

Sollten Sie Ihre Produkte auf der ganzen Welt verkaufen, bietet es sich an, dass Sie für jedes Land eine eigene Versandkostenregelung erstellen.

Sie können zu jeder Versandkostenregelung beliebig viele Länder hinzufügen. Sollten zum Beispiel die Versandkosten dreier Länder identisch sein, ist es am praktischsten, nur eine Regelung für die drei Länder zu erstellen.

Trifft bei einem Land keine Versandkostenregelung zu, kann die Bestellung nicht durchgeführt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Beispiel einer Versandkostenregelung:

Der Vendor Max Mustermann verkauft ein Versandprodukt.
Max möchte nun folgendes einstellen:

  1. Das Produkt kann nur in die EU (inkl. Deutschland) versendet werden.
  2. Der Versand nach Deutschland ist kostenlos.
  3. Der Versand in die restlichen EU-Länder wird mit sechs Euro berechnet.

Max erstellt nun zwei Versandkostenregelungen:

  1. Die erste Versandkostenregelung erstellt er für Deutschland, indem er bei "Für Länder" den Haken bei "Deutschland" setzt. Er gibt bei "Versandkosten" 0,00 Euro an.
  2. Die zweite Versandkostenregelung erstellt er für alle EU-Länder (exklusive Deutschland), indem er bei "Für Länder" den Haken bei "EU (außer Deutschland)" setzt. Er gibt bei "Versandkosten" 6,00 Euro an.

Da er nicht möchte, dass sein Produkt in Länder außerhalb der EU versendet werden kann, erstellt er für jene auch keine Versandkostenregelung. Möchte ein Kunde außerhalb der EU Max' Produkt bestellen, wird ihm angezeigt, dass der Versand nicht möglich ist.

Versand für einzelne Länder verbieten

Wenn Sie nicht möchten, dass jeder Kunde - unabhängig von dessem Land - Ihr Produkt bestellt kann, können Sie einzelne Länder aus der Versandkostenregelung ausschließen.

Dazu reicht es, wenn Sie für das gewählte Land keine Versandkostenregelung erstellen.

Ein Beispiel:

Ein Kunde aus Island möchte Ihr Produkt bestellen.
Da für Island keine Versandkostenregelung zutrifft, wird dem Kunden angezeigt, dass der Versand nach Island nicht möglich ist und die Bestellung kann nicht durchgeführt werden.

Sie müssen nicht zwingend Versandkostenregelungen erstellen!

Existieren überhaupt gar keine Versandkostenregelung für Ihr Produkt, kann die Bestellung normal durchgeführt werden. Das Hinzufügen der Versandkosten ist rein optional.

Was passiert bei einem Paketwechsel eines Kunden?

Unter “Paketwechsel” versteht man eine Erhöhung oder Reduzierung der Anzahl bestellter Produkte innerhalb eines Abonnements.

Wenn ein Paketwechsel stattfindet, wird normalerweise (=ohne Versandkostenregelung) der alte Abonnementzyklus unterbrochen und an dem Tag des Paketwechsels der Zyklus neu gestartet.

Wenn der Paketwechsel aber bei einem Produkt, welches unter die Versandkostenregelung fällt, durchgeführt wird, bleibt der alte Abonnementzyklus bestehen.

Ein Beispiel:

Kunde Max Mustermann hat für Ihr Produkt ein monatliches Abonnement abgeschlossen und bestellt jedes Monat 10 Artikel. Die Abbuchung wird immer am Monatsersten durchgeführt.

Am 15. Februar führt Max Mustermann nun einen Paketwechsel durch und erhöht die Stückanzahl pro Monat auf 15 Artikel.

Mit Versandkostenregelung: Die erhöhte Abbuchung findet trotzdem ganz normal am 1. März statt.

Ohne Versandkostenregelung: Die erhöhte Abbuchung findet direkt am 15. Februar statt und von nun an erfolgt die monatliche Abbuchung jeden 15ten Monatstag (sprich 15. März, 15. April, etc.).

  1. Sie können hier alternativ auch einen anderen Text angeben (siehe Schritt 12 dieser Anleitung).

  2. Wenn Sie ein Produkt verkaufen, bei welchem keine MwSt-Ausnahme (siehe oben) zutrifft, wird der reguläre Umsatzsteuersatz berechnet.

Aktualisiert am 25. September 2018

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